Bahnwanderung in das romantische Murgtal

Mit einem unguten Gefühl ging es am Sonntagmorgen zu den beiden Bahnhöfen Herbolzheim und Orschweier, da wegen den defekten Gleisen in Rastatt die vorgesehene Fahrt durch das schöne Murgtal nicht stattfinden konnte. Als Alternative wählten wir deshalb die Strecke von Offenburg nach Freudenstadt durch das Kinzigtal und dann weiter nach Schönmünzach.
Ab dort gingen die Langwanderer mit Sieglinde im Gebiet des Nationalparks Schwarzwald zum imposanten eiszeitlichen Huzenbacher See mit bis zu 5,5 Meter Tiefe. Nach ergiebigem Vesper führte der Weg auf der Eiszeit-Tour mit 160 Höhenmeter zum Pavillion am Hutzenbacher Seeblick mit atemberaubentem Tiefblick auf den See. Weiter ging es zur Kleemishütte, wo der Abstieg zur Rosshütte begann. Hier waren wir ganz angetan von den total vermoosten Steinen und Waldhängen. Hier legten wir eine kurze Rast ein und marschierten weiter nach Huzenbach auf dem “Tour de Murg” – Radweg nach Schwarzenberg.
Auf dem Genießerpfad marschierten die Kurzwanderer mit Roland auf schmalen Pfaden zum Verlobungsfelsen. Unterwegs erzählte er uns, wo dieser Felsen der Sage nach seinen Namen erhielt. Nach dem wohlverdienten Vesper am Standort Grub führte die Wanderung durch den dichten Wald zum Panoramastüble. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick auf Schwarzenberg. Nach einen kurzen Einkehr ging es auf guten Waldwegen und naturbelassenen Pfaden Richtung Mäder Unterstand. Hier wurde eigens für den Geniesserpfad ein Weinbrunnen installiert mit einem guten Tröpfchen Weiß- oder Rosewein von den Oberkircher Winzern. Nach einem Gläschen Wein ging es durch den Wald nach Schwarzenberg in das Restaurant / Hotel Löwen zum Abschluss mit den Langwanderern.
Bei gutem Wanderwetter mit unserer grossen Wanderschar (insgesamt 59 Teilnehmer) ging es durch das Kinzigtal wieder frohgelaunt zurück nach Hause.

Sieglinde und Roland Küntzler

Nachtwanderung 2017

Im Rahmen des Ferienprogrames Herbolzheim, Ringsheim und Ettenheim lud der Schwarzwaldverein Ettenheim-Herbolzheim zu einer Nachtwanderung mit Übernachtung auf dem Herbolzheimer Höfle ein. Am Treffpunkt bei der Kirche in Ettenheimmünster empfing der Wanderführer die Schar der Teilnehmer. Einen kurzen Abriss über die Geschichte von Ettenheimmünster, dem Kloster und dem Hl. St. Landelin ging‘s aufs Schusterrappen den Berg hoch in die Höhen über Ettenheimmünster. Der Weg zog sich hin und so mancher meldete, nicht mehr zu können. Bei der Hubertushütte dachte so mancher könnte dies nicht unsere Übernachtungspatz sein. Mit Motivationssprüchen und kleinen Versprechungen schafften wir den Rest des Weges. Erika und Siggi aus Ettenheimmünster hatten für uns den Grill angeworfen. Nach der Stärkung ging‘s noch mal los zum Felsenpfad. Der Weg am Seil führte am Berghang entlang zu der Einsiedelei. Der Zerfall dieses Kleinodes nimmt seinen natürlichen Verlauf und wird mit der Zeit auch das Geheimnis seines Errichters mit sich nehmen. Mit der beginnenden Dunkelheit kamen wir beim Höfle wieder an. Mit der Müdigkeit in den Knochen fand die Gruppe bald seine Ruhe. Der Mond und die vielen Sterne am Himmel leuchtete den Lagerplatz gut aus.
Nach dem Frühstück im Bauch ging‘s an den Heimweg. Bei der Pyramide, oder Burg des Räubers konnten wir die Geschichte des St. Landelins aus dem 700 Jahrhundert noch mal erleben. Der Fußweg hinunter nach Ettenheimmünster wurde schnell zurückgelegt. Alle freuten sich an der Tour teilgenommen zu haben.

Christian Wacker

50 Jahre Wanderheim Kreuzmoos

Allein über 30 Mitglieder waren es, die am Sonntag um 10.00 Uhr vom Pflingsteck aus über den Hünersedel zum Wanderheim Kreuzmoos strebten. Es galt dabei zu sein bei der Jubiläumsfeier „50 Jahre Wanderheim Kreuzmoos“! Und die Badische Zeitung hatte schon vorher groß berichtet über das anstehende Fest am 16. Juli.
Und da waren wir nun mitten im Gewusel bei herrlichem Wetter. Die Fahr-Freunde Paulyhof aus Freiamt hatten sich mit einer Vielzahl von historischen Traktoren an der linken Hausseite aufgestellt. Wer wollte, konnte sich am Hauseingang zu jeder vollen Stunde von den Pächtern zu einer Hausführung mitnehmen lassen, gedacht als „Haus der offenen Tür“. Der Weg in den Keller zur Fotoausstellung war nicht nur für die älteren Mitglieder lohnenswert. Hier konnte die Entwicklung des Hauses durch die Baumaßnahmen in den Jahren 1967, 1993-1995 und zuletzt bis 2015 nachvollzogen werden. Auch ein Anlass zum Schmunzeln, denn auf den meisten Fotos waren viele alte Mitglieder noch im jugendlichen Alter voller Saft und Kraft zu bewundern. Und so mancher konnte sich hier wiedererkennen.
Der Weg ums Haus ins weitläufige Anwesen galt der Sinnenfreude. Das Pächterpaar Lais/Dold hatte hier eine lange Getränke-Theke aufgebaut auch mit dem Angebot von verschiedenen Flammenkuchen. Gegenüber in einem offenen Zelt hatte die Vorstandschaft eine Kaffee-und Kuchentheke eingerichtet. Hier hatte man die Qual der Wahl aus vielen gespendeten Kuchensorten seine zu finden. Wer „Fleischliches“ wollte, konnte sich am Stand der Metzgerei und Gasthof Rebstock aus Wagenstadt bei Herrn Thoman mit „Gegrilltem“ und Kartoffelsalat gütlich tun.
Es war ein „Kommen und Gehen“. Trotz der großen Terrasse des Hauses waren die Sitzmöglichkeiten bis hinaus ins Gelände gut besetzt. Und die musikalische Unterhaltung durch „Onkel Jakobs Stubenmusik“ sowie das Spiel der „Schwarzwälder Weisenbläser“ und das Auftreten einer Alphorn Gruppe sorgten bei der Vielzahl an Gaumenfreuden für eine angenehme Stimmung.  So konnten die Wanderer am späten Nachmittag völlig entspannt zum Pflingsteck zurücklaufen.
Welch ein herrlicher Tag. Dabei war der Besucherandrang keineswegs zu Ende  – es war ein „Kommen und Gehen“! Ob es wohl bei der damaligen Einweihung am 16. Juli 1967 so ähnlich gewesen sein mag? Ob wir wohl auch diesmal an die Zahl von 2000 Gästen heranreichen konnten……..? WELCH EIN TAG !!!
Ein großes Dankeschön an alle freiwilligen Mithelfer!!!
Wolfgang Speith