Kaiserstuhl unter der Woche

Bei schönstem Herbstwetter trafen sich 18 Wanderer zur Wanderung unter der Woche in Vogtsburg Oberbergen. Auf dem Panoramaweg ging es auf direktem Weg nach Oberrotweil und von da hinauf in das Naturschutzgebiet Ebnet,  wo eine Rast eingelegt wurde. Während der Rast hatte man einen schönen Blick rüber in die Vogesen zur Hochkönigsburg, den Grand Ballon und dem Hartmansweilerkopf. Nachdem alle von Tina mit Schokolade versorgt waren und den Durst gestillt hatten, ging es weiter über den Schneckenberg und den Bitzenberg , von dort  ging es steil hinunter nach Bickensohl. Durch eine der größten Hohlgassen,  der Eichgasse bei Bickensohl,  ging es wieder bergauf zum Rüttibuck. Nun wanderten wir noch abwärts nach Oberbergen.

Der Abschluß der Wanderung fand in der „Vogelstraussi“ statt, wo sich alle bei Flammkuchen, Vesper und neuem Wein stärkten.

Bernhard Osswald

 

Vogesentour mit unseren Freunden

Am Sontag, den 24. September, trafen wir uns zu einer gemeinsamen Wanderung in den Hochvogesen. Das Wanderziel für die Kurz- und Lang-Wanderer war der große Belchen (Grand Ballon).
Da es in unsere Raumschaft 3 Belchen gibt, (Belchen Schwarzwald, Belchen Elsass, Belchen Flüh in der Schweiz), die im fast rechten Winkel zu einander liegen. Das hatten die Kelten schon gewusst, weiß der Wanderführer Christian Wacker zu berichten. Dieses Belchen-System wurde vermutlich von den Kelten zur Bestimmung der Jahreszeiten verwendet. Interessant ist, dass alle diese Berge “Belchen” genannt werden (keltischer Sonnengott: Belenus). Der wichtigste Belchen für die Kelten war wahrscheinlich der Ballon d’Alsace. Steht man auf dem Ballon d’Alsace, so sieht man an den Tagen der Tagundnachtgleiche (Frühling: 21/22. März, Herbst: 22/23.September) über dem Belchen im Schwarzwald die Sonne aufgehen. Umgekehrt sieht man auf dem Schwarzwälder Belchen an diesen Tagen die Sonne über dem Ballon d’Alsace untergehen. Steht man auf dem Ballon d’Alsace, so sieht man am Tag der Wintersonnenwende (21. Dezember – es ist der kürzeste Tag) die Sonne über dem Belchenflue in der Schweiz aufgehen, am Tag der Sommersonnenwende (21. Juni – es ist der längste Tag) sieht man die Sonne über dem Petit Ballon d’Alsace aufgehen.

Bei schönen Wanderwetter begann die Tour etwas turbulent hinter der Ortschaft Guebwiller. Der Bus fuhr zu weit und so musste man ca. 2,5 km zurück wandern. Der Wanderweg war ein Augenschmaus. Über schöne Wanderwege schlang sich der Weg hin in die Höhen. Galt es doch 900 Höhenmeter zurückzulegen. Bei dem Karst See, Lac du Ballon, legte man eine Mittagspause ein. So manch ein Wanderer stieß an seine körperlichen Grenzen. Aber nichts half, es ging nach der Stärkung weiter hoch in die Höhen. Über der Baumgrenze wurde die Mühe gelohnt mit einer schönen Aussicht ins das Rheintal. Den Schwarzwald konnte man nicht sehen, auch nicht die Berner Alpen wie von unserem Wanderführer Emil Rapp aus dem Elsass versprochen. Die Kurzwanderer starteten bei Markstein und durften 300 Höhenmeter zurücklegen. Die Fernsicht war aber auch bei dieser Gruppe nicht gegeben. Alle Wanderer gingen zu dem Grand Ballon hoch um auch nach Frankreich zuschauen. In dem Berghotel Chalet du Grand Ballon tauschten sich die beiden Gruppen aus über die Erlebnisse bei der Wanderung. Bei der Heimfahrt kamen wir noch bei den Schlachtfeldern des 1 Weltkrieges vorbei (Hartmannweilerkopf). Ist dieser Ort ein Mahnmal für die Geschichte Europas. Die Wahlergebnisse über das Radio löste Bestürzung aus, ist dies ein Zeichen gegen die Toleranz. Wir die Wanderfreunde aus dem Elsass Selestadt und Baden Ettenheim-Herbolzheim wollen uns wieder im Jahr 2018 treffen und unserer Freundschaft bekunden.

Wanderführer Christian Wacker

 

Auf dem Lauterbacher Wandersteig

 Anmerkung: Die Kontur des Wanderweges auf der Karte sieht aus wie eine springende Kröte

Der Treffpunkt für den Wanderstart war der Wanderparkplatz Fohrenbühl. Wir waren eine kleine Gruppe von 7 Leuten, die mit Stefan die 34 km bewältigen wollten. Pünktlich um 8.30 Uhr starteten Martha, Dieter, Irene, Petra, Martina, Andrea und Gottfried mit Stefan auf den Lauterbacher Wandersteig. Wie kann es anders sein? Natürlich gleich bergauf zum Mooswaldkopf auf 879 m. Es war frisch an diesem Morgen, aber schon nach kurzer Zeit wurden von der Hälfte der Gruppe die Jacken ausgezogen. Dieter nicht: Der hatte seine neue Jacke nämlich zu Hause vergessen – nun ja, so bleibt sie länger neu. Aber die brauchte er ohnehin nicht – es war nämlich eine Regenjacke und geregnet hat es ja nicht. Mit der Zeit kam die Sonne durch die Wolken wobei der Nebel den Hang hoch zog- ein schönes Bild.
In einem Waldtümpel lag ein “Schwarzwald – Krokodil” auf der Lauer, es war aber durch die kühlen Temperaturen noch träge, um nicht zu sagen steif. Bei einer Abzweigung an der links das Gasthaus Heuwies liegt sagten die Damen, sie müssten mal “abwassern”. Da Martina die Eigentümer des Gasthauses kannte, sie hatte als Kind hier Urlaub gemacht, lag es nahe, dort die Toiletten zu benutzen. Die Freude bei der Wirtin war riesig, als sie Martina sah. Als alle “Geschäfte” erledigt waren, lud die Wirtin Martha, Martina und Andrea noch zu einem Schnäpschen oder Likörchen ein. Die Drei sagten nicht nein und entschieden sich für ein Likörchen. So gestärkt, ging es weiter des Weges. 
Auf einer Weide lagen Rinder mit einem Höcker, nicht gerade typische Schwarzwaldrinder – oder? Laut Internet/Wikipedia wird das Zebu oder Buckelrind genannt und ist ein im Bereich des indischen Subkontinents domestiziertes Hausrind. Wir kamen an der Moosmannhöhle vorbei und gingen weiter bis zur Burgruine Hohen Schramberg, dort wurde die Mittagsrast eingelegt. In Schramberg war das Stadtfest in vollem Gange und die Musikklänge zogen den Hang hoch. Nach dem Vesper ging es bergab bis Schramberg. Der Abstieg wurde mit Blasmusik umrahmt, so ging es noch beschwingter. An den Lauterbacher Wasserfällen bei Schramberg nahm das Schicksal seinen Lauf – noch zugedröhnt von der Blasmusik wurde eine Abzweigung verpasst. Der Irrtum wurde nach ca. 1,5 km Aufstieg bemerkt und es ging wieder bergab bis zur Abzweigung, wo dann feststellt wurde, dass der Wegweiser aber auch ziemlich versteckt war. Nun mussten wir wieder bergauf gehen. Durch den Sturm unter der Woche waren einige Tannen entwurzelt und lagen auf dem Wandersteig, so dass wir die Hindernisse umgehen oder übersteigen mussten. Auf der Höhe wieder angekommen ging es nach Lauterbach ins Tal, am Rabenfels vorbei und auf der anderen Talseite wieder hoch an der Bergkapelle vorbei, zur Besichtigung war keine Zeit. Gottfried machte ein Foto von der Kapelle und die Gruppe zog weiter. Ein Aufschrei und stöhnen ging durch den Wald, als wir wieder vor der Abzweigung standen, an der wir vor ca. 2 Std. unseren Fehler bemerkten. Weiter ging es vorbei an saftig grünen Wiesen. Auf einer stand eine Straußenfamilie die uns neugierig beäugte.
Es wurde ein flottes, um nicht zu sagen schnelles Tempo gewandert und irgendwann kamen die ersten leicht erschöpften Stimmen auf, wie weit es denn noch sei und ob noch viele Aufstiege kommen. Stefan meinte es geht nur noch flach bzw. moderat bergauf und es sind nur noch ca. 10 km zu laufen. Für eine Pause war durch den “kleinen Umweg” keine Zeit mehr, da wir um 17.30 Uhr an der Gaststätte sein sollten, in der wir den Abschluss machen wollten. Nach 17.30 Uhr hätte es kein warmes Essen mehr gegeben. Wir schafften es noch vor 17.30 Uhr und alle waren froh und erschöpft.
Es war eine anspruchsvolle aber sehr schöner Wandersteig. Das Wetter hat gehalten und die Stimmung war gut. Die Gruppe freute sich nun auf kühle Getränke und ein gutes Essen.
Leider konnten Andrea und Gottfried nicht mitessen, da sie gleich weiter mussten zu einem privaten Treffen.

Wir bedanken uns bei Stefan für die Planung und Ausführung der Wanderung.

Es war ein toller Tag mit gleichgesinnten – Wandern macht halt Freude.

Andrea und Gottfried Ibig