Auf dem Lauterbacher Wandersteig

 Anmerkung: Die Kontur des Wanderweges auf der Karte sieht aus wie eine springende Kröte

Der Treffpunkt für den Wanderstart war der Wanderparkplatz Fohrenbühl. Wir waren eine kleine Gruppe von 7 Leuten, die mit Stefan die 34 km bewältigen wollten. Pünktlich um 8.30 Uhr starteten Martha, Dieter, Irene, Petra, Martina, Andrea und Gottfried mit Stefan auf den Lauterbacher Wandersteig. Wie kann es anders sein? Natürlich gleich bergauf zum Mooswaldkopf auf 879 m. Es war frisch an diesem Morgen, aber schon nach kurzer Zeit wurden von der Hälfte der Gruppe die Jacken ausgezogen. Dieter nicht: Der hatte seine neue Jacke nämlich zu Hause vergessen – nun ja, so bleibt sie länger neu. Aber die brauchte er ohnehin nicht – es war nämlich eine Regenjacke und geregnet hat es ja nicht. Mit der Zeit kam die Sonne durch die Wolken wobei der Nebel den Hang hoch zog- ein schönes Bild.
In einem Waldtümpel lag ein “Schwarzwald – Krokodil” auf der Lauer, es war aber durch die kühlen Temperaturen noch träge, um nicht zu sagen steif. Bei einer Abzweigung an der links das Gasthaus Heuwies liegt sagten die Damen, sie müssten mal “abwassern”. Da Martina die Eigentümer des Gasthauses kannte, sie hatte als Kind hier Urlaub gemacht, lag es nahe, dort die Toiletten zu benutzen. Die Freude bei der Wirtin war riesig, als sie Martina sah. Als alle “Geschäfte” erledigt waren, lud die Wirtin Martha, Martina und Andrea noch zu einem Schnäpschen oder Likörchen ein. Die Drei sagten nicht nein und entschieden sich für ein Likörchen. So gestärkt, ging es weiter des Weges. 
Auf einer Weide lagen Rinder mit einem Höcker, nicht gerade typische Schwarzwaldrinder – oder? Laut Internet/Wikipedia wird das Zebu oder Buckelrind genannt und ist ein im Bereich des indischen Subkontinents domestiziertes Hausrind. Wir kamen an der Moosmannhöhle vorbei und gingen weiter bis zur Burgruine Hohen Schramberg, dort wurde die Mittagsrast eingelegt. In Schramberg war das Stadtfest in vollem Gange und die Musikklänge zogen den Hang hoch. Nach dem Vesper ging es bergab bis Schramberg. Der Abstieg wurde mit Blasmusik umrahmt, so ging es noch beschwingter. An den Lauterbacher Wasserfällen bei Schramberg nahm das Schicksal seinen Lauf – noch zugedröhnt von der Blasmusik wurde eine Abzweigung verpasst. Der Irrtum wurde nach ca. 1,5 km Aufstieg bemerkt und es ging wieder bergab bis zur Abzweigung, wo dann feststellt wurde, dass der Wegweiser aber auch ziemlich versteckt war. Nun mussten wir wieder bergauf gehen. Durch den Sturm unter der Woche waren einige Tannen entwurzelt und lagen auf dem Wandersteig, so dass wir die Hindernisse umgehen oder übersteigen mussten. Auf der Höhe wieder angekommen ging es nach Lauterbach ins Tal, am Rabenfels vorbei und auf der anderen Talseite wieder hoch an der Bergkapelle vorbei, zur Besichtigung war keine Zeit. Gottfried machte ein Foto von der Kapelle und die Gruppe zog weiter. Ein Aufschrei und stöhnen ging durch den Wald, als wir wieder vor der Abzweigung standen, an der wir vor ca. 2 Std. unseren Fehler bemerkten. Weiter ging es vorbei an saftig grünen Wiesen. Auf einer stand eine Straußenfamilie die uns neugierig beäugte.
Es wurde ein flottes, um nicht zu sagen schnelles Tempo gewandert und irgendwann kamen die ersten leicht erschöpften Stimmen auf, wie weit es denn noch sei und ob noch viele Aufstiege kommen. Stefan meinte es geht nur noch flach bzw. moderat bergauf und es sind nur noch ca. 10 km zu laufen. Für eine Pause war durch den “kleinen Umweg” keine Zeit mehr, da wir um 17.30 Uhr an der Gaststätte sein sollten, in der wir den Abschluss machen wollten. Nach 17.30 Uhr hätte es kein warmes Essen mehr gegeben. Wir schafften es noch vor 17.30 Uhr und alle waren froh und erschöpft.
Es war eine anspruchsvolle aber sehr schöner Wandersteig. Das Wetter hat gehalten und die Stimmung war gut. Die Gruppe freute sich nun auf kühle Getränke und ein gutes Essen.
Leider konnten Andrea und Gottfried nicht mitessen, da sie gleich weiter mussten zu einem privaten Treffen.

Wir bedanken uns bei Stefan für die Planung und Ausführung der Wanderung.

Es war ein toller Tag mit gleichgesinnten – Wandern macht halt Freude.

Andrea und Gottfried Ibig