Auf den Spuren von Lothar im Bannwald

Nach dem Schneefall in der Nacht war beim Zusammentreffen um 13:00 Uhr heller Sonnenschein. Der Weg führte uns dann in Richtung  Speckacker. Kurz vor dem Parkplatz wurden 36 Wanderer von Herrn Fehrenbach, Leiter des Forstreviers Klosterwald begrüßt. Auf dem großen Rundweg 3,2 km wurde mehrmals angehalten und über die Entwicklung und der Unterschied von Bannwald und Nutzwald berichtet. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 fegte Sturm Lothar über den Ofenberg hinweg und hinterließ Schneisen der Verwüstung. Der Bannwald, Urwald von morgen, war geboren. Alle Bäume blieben an Ort und Stelle liegen. Soviel Totholz ist ungewöhnlich. Die ganze Fläche wird sich selbst überlassen. Es soll zeigen, wie Tier und Pflanzenwelt auf dieses Angebot reagieren. Mindestens vier Spechtarten, zwei Greifvogelarten und die Hohltaube sind heimisch geworden. Auch seltene Schmetterlingsarten profitieren von den offenen Sturmflächen. Wie sich die Pflanzen und Tierwelt im Bannwald entwickelt, wird wissenschaftlich untersucht. Am Parkplatz Speckacker wieder angekommen, konnten wir uns für die ausführliche Führung mit den vielen Informationen bei Herrn Fehrenbach herzlich bedanken.
Im Gasthaus Rebstock konnten wir diese Wanderung und das schöne Wanderjahr ausklingen lassen.
Michael Geiger