Category Archives: Wanderberichte

Linsenwanderung

Schon am Samstag wurde bei Rauer’s  mit tatkräftiger Unterstützung von Rosi, Tina und Christian geschnippelt und der Hof gefegt und aufgehübscht was das Zeug hält. Denn um die Linsen zu verfeinern benötigte man einige kleingeschnittene Schäufele, Kartoffeln und Mohrrüben.
Am Sonntag traf man sich dann pünktlich um 13:00Uhr am Bürgerhaus in Ringheim wo die Linsen mit dem Bollerwagen abgeholt wurden. Hier gab es dann auch, wie sollte es anders auch sein den Spruch Erbsen, Bohnen, Linsen nur kai Frau vun Ringse zu hören. Aber auch einige  handfeste Informationen über die Linsen wurden vom Wanderführer gegeben.
Nun machten sich die Köchinnen und Köche auf den Weg an den Herd,  die anderen gingen in Richtung Ostberg davon. Über den Panoramaweg, an der Deponie ZAK entlang ging es durch die Hohlgasse zum Ostberg  hoch. Auf dem neu angelegten Weg ging es dann zur Kahlenbergkapelle wo einige ein Marienlied anstimmten. Nach einer Pause ging es auf, für manche unbekannten Pfaden,  zum Aussichtsturm. Hier erhielten wir die Nachricht dass der Linseneintopf fertig ist. Unterwegs konnte man in den Reben noch an der einen oder anderen Traube naschen. Am Sortengarten der Winzergenossenschaft vorbei, ging es dann durchs Totengässle hinunter und durch das Tiergehege auf der Deponie wieder zurück ins Dorf.
Am Suppentopf bildete sich gleich eine lange Schlange hungriger Wanderer und auch gegen den Durst gab es etwas. Alles war liebevoll angerichtet. Linseneintopf, frisches Bauernbrot, Wein, Bier, Kaffee und Kuchen, was soll einem da noch fehlen?
Die anwesenden Wanderer waren alle vollauf zufrieden sowohl mit der Wanderung als auch mit der Verköstigung und die Zeit verging wie im Flug.
Herzlichen Dank an Beate und Linus, daß sie uns ihren Hof zur Verfügung gestellt haben, aber auch ein Vergelt´s Gott an alle Helferinnen und Helfer die zum Gelingen beigetragen haben.
Bernhard &Tina

 

Wilde Waldweiden im Taubergießen

Heute durften wir Teil des Taubergießens werden. Das Wandergebiet liegt in den Wilde Weiden in Kappel-Grafenhauen. Über 100 Hundert Hektar Offenland und Wald ist die Fläche die frei zur Gestaltung der Natur zurückgegeben worden ist. Bevor der Rhein reguliert worden war hatte floss dieser in einem 10 Km breiten mäandrierte Flusslauf durch die artenreichen Auewäldern. Dieser Vorgang ist ein groß angelegtes Programm der Natur wieder die Freiheit zurück zu geben. Zu der Unterstützung der Maßnahmen weiden zurzeit mehr als 42 Salers Rinder plus 6 Konik Pferde. Das der Tierdunk den Naturkreislauf anstößt, Insekten sich entwickeln, die Vögel ihren Nutzen ziehen so kommt der Naturkreislauf zu ihrem Lebenslauf. Dass die gesamte Fläche auch hin und wieder geflutet wird, zum Schutz der Menschen am Mittelrhein rundet das Bild ab.
In zwei Wandergruppen konnten wir ganz dicht an die Tierherden ran und uns satt sehen von den schönen Tieren. Mit viel Wissen und dem Vorsatz nicht das letzte Mal in dem Naturschutzgebiet gewesen sein danken wir beiden Wanderführern Herr Windecker und Herr Göppert für deren Ausführungen.
Text: Christian Wacker
Bild: Gottfried Ibig

 

Naturbesonderheiten am Oberrhein

Am Mittwoch den 14.11.2018 machten sich 29 Wanderinnen und Wanderer mit dem Zug auf den Weg nach Efringen-Kirchen, dem Ausgangsort unserer „Wanderung unter der Woche“ im November.
Ziemlich pünktlich um 11:00Uhr konnten wir losgehen. Vom Bahnhof in Efringen Kirchen ging es zuerst durch die Ortschaft und dann durch den herbstlichen Niederwald zu den Isteiner Schwellen.
Hier erfuhren die Wanderer wie die Isteiner Schwellen entstanden sind und dass sie über Jahrhunderte ein gefährliches Hindernis für die Schifffahrt auf dem Rhein waren bis der “Grand Canal d’Alsace” gebaut wurde. Bei dem niedrigen Wasserstand der zurzeit herrscht waren die Schwellen gut zu sehen.
Weiter ging die Wanderung Richtung Istein zum Isteiner Klotz und der St. Veits Kapelle. St. Veit oder St. Vitus war der Heiler der Epilepsie und der „Bettnässer“   🙂 .Die Informationen über die frühere Nutzung des Klotzens  waren den meisten neu. So zum Beispiel war den wenigsten bekannt dass im Klotz ein gigantisches Sanitätsdepot untergebracht war. Während des Kalten Krieges von 1976 bis zum Abzug der Bundeswehr 2006 war hier die größte Apotheke Deutschlands in Stollen untergebracht. Auf über 20.000m/2 lagerten Medikamente und medizinisches Gerät.
Dann war es nicht mehr weit und man kam in den historischen Ortskern von Istein. Hier besichtigte man einige interessante Gebäude wie das Chänzeli, ein auf einem Holzpfosten ruhender Erker. Er ist wegen seiner Holzkonstruktion ohne Nägel einzigartig. Oder die Arche, das älteste Haus in Istein, es ist das Wahrzeichen des Dorfes. Vom Kirchplatz aus hatte man einen schönen Blick aufs Dreiländereck. Am Stapflehus vorbei ging es wieder aus dem Dorf hinaus zu einem schönen Aussichtspunkt auf dem Isteiner Klotz.  Oberhalb vom Kalkwerk Istein kamen wir auf den Panoramaweg Schafberg dem wir dann bis an den Bahnhof folgten.
Mit dem Zug ging es  zurück nach Herbolzheim wo wir dann im Gasthaus Tanne den Wandertag bei Speis und Trank ausklingen liesen. Bernhard