Category Archives: Wanderberichte

Wasenweiler ins Liliental

Es ist die Zeit der Orchiedeenblüte, deshalb starteten wir zur Wanderung unter der  Woche  trotz besch…eidener Wettervorhersage in Richtung Kaiserstuhl. Man traf sich wie gewöhnlich am Espenparkplatz in Ettenheim. Die Fahrgemeinschaften waren schnell gebildet und so fuhr man los nach Wasenweiler, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Hier traf man sich mit den  Mitwanderern  welche direkt zum Parkplatz in Wasenweiler gekommen sind und so nahmen die 15 Wanderer die Strecke unter ihre Füße.    Noch meinte es der Wettergott sehr gut mit uns und durch zwei romantische Hohlgassen und über den Panoramaweg gewannen wir bald an Höhe. Über Lindenplatz, Kastanienplatz erreichten wir den Gagenhard. Hier verließen wir den Panoramaweg und wanderten bergab an einem Fischweiher entlang, wo wir eine kleine Pause einlegten, bis zum Gasthaus Lilie im Liliental.
Dort begann unser Orchideenrundweg und mancher Mitwanderer/in war überrascht, wie viel verschiedene Sorten Orchideen es hier zu bestaunen gab. Da waren das Brandknabenkraut, das Helmknabenkraut, das Purpurknabenkraut und das weiße Waldvöglein. An einem schattigen Ort fand man auch das  Zweiblatt. Vor Ort  gab es vom Wanderführer einige Informationen zu den Orchideen und den Knabenkräutern.
Doch dann fing es leider an zu regnen und wir mussten unseren Rundgang abkürzen und im Gasthaus Lilie eine Kaffeepause einlegen. Und siehe da, nach der Einkehr hat es wieder aufgehört zu regnen und wir konnten trocken unseren Rückweg antreten. Durch die Stalleckgasse, Vordere- und Hintere Eck, mit schönen Aussichten über Ihringen und nach Breisach, ging es dann wieder hinunter ins sogenannte Mühletal  am Ihringer Schützenhaus vorbei und bei strahlendem Sonnenschein wieder zurück nach Wasenweiler zu unserem Wanderabschluss im Gasthaus Sonne, wo wir schon herzlich erwartet wurden. Alle waren begeistert von diesem gastlichen Haus und dem guten Essen.    Mancher nahm  sich vor, hier wieder einmal einzukehren.
Alles in allem war es wieder eine gelungene Wanderung.
Bernhard Oswald

24 Stunden-Rennen von Le Pforzheim

Pforzheim – Eutingen – Tiefenbronn – Monbachtal – Grunbach – Grösseltal – Pforzheim-Weißenstein

Eine kleine Gruppe aus 10 Personen, vom Schwarzwaldverein Ettenheim-Herbolzheim, hat sich der Herausforderung einer 24 Stundenwanderung gestellt. 75 km mit 1379 m Anstieg und 1448 m Abstieg waren zu bewältigen. Andrea und Gottfried hatten 2 Kleinbusse organisiert, die die Wanderer gut nach Pforzheim und auch wieder zurück brachten.
Am 05.05.2018 um 12 Uhr ging es los. 195 Wanderinnen und Wanderer machten sich bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen auf den Weg.
5 große Verpflegungsstationen und viele kleine Pausen, bei denen sich die Wanderleute mit Getränken und Snacks versorgen konnten, gab es unterwegs. Diese waren bei den Temperaturen auch notwendig. Die Strecke führte  uns durch schöne Landschaften und kühle Wälder. In der Dämmerung ging es dann über Stock und Stein durch das wunderschöne, wildromantische Monbachtal – ein Erlebnis. Ein Sturm im Frühling hat ganze Arbeit geleistet. Mächtige Bäume lagen kreuz und quer herum, entwurzelt oder abgeknickt wie Streichhölzer. Als wir unten beim Monbachtal-Cafe ankamen , wo wir mit einer leckeren Gemüsesuppe belohnt wurden, war es dann schon dunkel. Nach der Pause mussten wir uns wärmere Sachen anziehen und die Stirnlampen traten in Aktion. Wie an einer Perlenkette zogen die Lichtpunkte durch den Wald, was für ein schöner Anblick, Richtung Burg Liebenzell. Auch der Mond begleitete bei einer Sternenklaren Nacht die Wanderschar. Kurz vor Sonnenaufgang erreichten wir dann die Alte Turnhalle in Grunbach wo wir unser Frühstück bekamen. Da wir zu schnell und damit zu früh waren mussten wir noch warten bis alles gerichtet war. Aber wir hatten ja Martina dabei, die besorgte uns schon mal einen Kaffee. Nach dem Sonnenaufgang ging es weiter, mit großen Schritten und der Sonne im Rücken, Richtung Ziel. Unterwegs mussten wir noch einen “Klettersteig” nach oben und einen steilen Abhang nach unten bewältigen. Als unser Ziel, der alte Bahnhof “Eisenbahnfreunde Pforzheim – Weißenstein” in Sicht kam wurde die letzte Pause eingelegt um die Gruppe zu sammeln damit wir gemeinsam mit Wanderführer Bruno einmarschieren konnten. Wir wurden von einigen Zuschauern mit Applaus und von 2 Gitarrenspielern mit Musik empfangen. Mit einem Lied auf den Lippen gingen wir die letzten Metern. Geschafft – Schuhe aus und ein Schnitzelweckle und ein Bierchen geholt und entspannt. Es fand noch einer Verlosung statt bei der Andrea, Dieter und Fridolin unter großem Jubel gezogen wurden.
Um 13.30 Uhr wurden wir abgeholt und es ging zurück nach Herbolzheim. In den Bussen war es sehr ruhig. In Herbolzheim angekommen überraschte uns Martha mit Sekt, Kaffee und Kuchen. Danke Martha.
Dann wollten alle nur noch nach Hause, duschen, Wunden lecken und schlafen.
Trotz aller Anstrengung war es ein tolles Erlebnis.
Gruß Andrea und Gottfried

Guck amol

Guck a`mol Wegle,
uf was soll ich uf passe, uf de Weg oder uf die Landschaft. Aber eins nach dem anderen. Das lernte unser Busfahrer Walter an diesem Sonntag auch.  Er wurde in seinen Fahrkünsten eingeschränkt. Die Geschwindigkeiten in den Orten einzuhalten. Nachdem wir die Große Kreisstadt Wolfach erreicht haben gings bis Ortsmitte Oberwolfach „Kirche“. Die Wandergruppen wurden aufgeteilt. Sieglinde die etwas schnelleren und weitern Weg, mit Roland den kürzeren Weg. Michael machte den Lumpensammler bei Sieglinde. Unser Weg war ein Pfad welcher sich an den Berghängen hin zog. An den Stellen wo der Wald  eine Schneise bildete, konnten wir in das nahe `Wolfachtal hinabsehen mit  seinen vereinzelt daliegenden Berghöfen. In dem Teilort „Walke“ wurde auf die andere Talseite gewechselt. Für vereinzelte Wanderer hiss es nun a mol Berg uf und dann wieder a mol Berg nap in der Anspielung auf Mahlberg. In den Aussichtspunkten konnte man den Wind mit dem Spiel der Bäume beobachten. Die Sicht wurde eingeschränkt durch die vielen Samen aus den Bäumen die den Weg Richtung Erde suchten. In der Gaststätte „Drei Könige“ wurden wir wie Könige bedient. Es war ein gelungener Wandertag.
Einen herzlichen Dank an Sieglinde, Roland und Michael.

Bericht: Christian Wacker