Naturbesonderheiten am Oberrhein

Am Mittwoch den 14.11.2018 machten sich 29 Wanderinnen und Wanderer mit dem Zug auf den Weg nach Efringen-Kirchen, dem Ausgangsort unserer „Wanderung unter der Woche“ im November.
Ziemlich pünktlich um 11:00Uhr konnten wir losgehen. Vom Bahnhof in Efringen Kirchen ging es zuerst durch die Ortschaft und dann durch den herbstlichen Niederwald zu den Isteiner Schwellen.
Hier erfuhren die Wanderer wie die Isteiner Schwellen entstanden sind und dass sie über Jahrhunderte ein gefährliches Hindernis für die Schifffahrt auf dem Rhein waren bis der “Grand Canal d’Alsace” gebaut wurde. Bei dem niedrigen Wasserstand der zurzeit herrscht waren die Schwellen gut zu sehen.
Weiter ging die Wanderung Richtung Istein zum Isteiner Klotz und der St. Veits Kapelle. St. Veit oder St. Vitus war der Heiler der Epilepsie und der „Bettnässer“   🙂 .Die Informationen über die frühere Nutzung des Klotzens  waren den meisten neu. So zum Beispiel war den wenigsten bekannt dass im Klotz ein gigantisches Sanitätsdepot untergebracht war. Während des Kalten Krieges von 1976 bis zum Abzug der Bundeswehr 2006 war hier die größte Apotheke Deutschlands in Stollen untergebracht. Auf über 20.000m/2 lagerten Medikamente und medizinisches Gerät.
Dann war es nicht mehr weit und man kam in den historischen Ortskern von Istein. Hier besichtigte man einige interessante Gebäude wie das Chänzeli, ein auf einem Holzpfosten ruhender Erker. Er ist wegen seiner Holzkonstruktion ohne Nägel einzigartig. Oder die Arche, das älteste Haus in Istein, es ist das Wahrzeichen des Dorfes. Vom Kirchplatz aus hatte man einen schönen Blick aufs Dreiländereck. Am Stapflehus vorbei ging es wieder aus dem Dorf hinaus zu einem schönen Aussichtspunkt auf dem Isteiner Klotz.  Oberhalb vom Kalkwerk Istein kamen wir auf den Panoramaweg Schafberg dem wir dann bis an den Bahnhof folgten.
Mit dem Zug ging es  zurück nach Herbolzheim wo wir dann im Gasthaus Tanne den Wandertag bei Speis und Trank ausklingen liesen. Bernhard