Rund um Dörlinbach

Wie immer trafen wir uns zur Wanderung unter der Woche zur Bildung von Fahrgemeinschaften auf dem Espenparkplatz in Ettenheim. Nachdem alle 19 Wanderer auf die Autos verteilt ware, ging es nach Dörlinbach im Schuttertal zum Ausgangspunkt der Wanderung im Ziegelgrund. Nach ein paar grundsätzlichen und geschichtlichen Informationen, insbesonders, dass Dörlinbach zum weltlichen Gebiet des Klosters Ettenheimmünster gehörte und nicht wie Seelbach und Schuttertal zum herrschaftlichen Gebiet der Hohengeroldseck. Deshalb mussten die Bewohner, was Ihr Seelenheil betraf, immer über den Haubühl nach Ettenheimmünster. Sei es zur hl. Messe, Taufe oder Beerdigung. Der Alte Kirchweg oder der Totenruhstein erinnern noch heute daran. Nun ging es über den Bettelweg hinauf auf den Lieberatsberg, unterwegs gab es immer wieder Bettler – und Gaunerzinken zu erraten. Weiter bergauf ging es bis zum Weissmoos wo es einige Infos über die Windmühle z.B. Höhe, Rotordurchmesser und Leistung gab. Bald hatte man dann den höchsten Punkt der Wanderung erreicht und es ging wieder abwärts. Über die Robertskapelle, den Durenbach ging es zum Engelhof, dem vermutlich ältesten Hof im Schuttertal, er wurde 1576 erbaut. Das letzte Stück des Weges ging durch die Höll zurück zum Parkplatz wo unsere Autos standen.
Zum Abschluss dieser schönen Wanderung traf man sich in der „Lieberatsbergstube“ und lies sich verwöhnen. Ich bin überzeugt, dass keiner hungrig nach Hause gehen musste.

Bernhard Oswald