Von Seelbach in den Wolfersbach

Mit 45 Wanderer fuhren wir bei Sonnenschein mit dem Bus nach Seelbach. Von dort marschierten wir auf dem Entenweg entlang der Schutter zur Besichtigung in der historischen Mühle Glatz. Vom Eigentümer wurden wir herzlich begrüßt, er demonstrierte uns die imposante Mühlenanlage und vermittelte dabei einen Einblick der früheren Arbeitsweise. Zu der umfangreichen und einzigartigen Mühlenanlage gehören eine Getreidemühle aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, eine Gerstenstampfe von 1800, eine Ölmühle von 1848, verschiedene Sägemühlen, eine riemengetriebene Schärfmaschine, eine Kelterei mit Riemenantrieb für Mahlwerk und Hochdruckpresse aus der Mitte des 20. Jahrhunderts sowie eine Kleinwasserkraftanlage zur Stromerzeugung. Die technischen Einrichtungen befinden sich im Originalzustand. Es besteht die Mühle auf Anfrage ganzjährig zu besichtigen. Nach der informativen Führung ging es nun auf den Weg in den Wolfersbach. Bei stetigen Anstieg durchquerten wir den Wald und gelangten über Herberts Traumpfad (Schnitzereien und Baumwurzeln umgedreht) an den Moosmannhof, wo wir einen herrlichen Blick auf Wittelbach mit ihrer romanischen Kirche hatten. Hier treffen wir auf Wegweiser Geroldsecker Qualitätsweg, den wir bis zum Litschental folgen. Rechts ab  gingen wir den Weg steil den Berg hoch in ein Waldstück. Wir trafen auf einen Forstweg, auf dem wir uns Richtung Bergseppenhof begaben. Wenige Meter nach dem Hof kamen wir auf naturbelassenem Weg zum Wegweiser „Wolfersbacher Halde“. Hier folgten wir der Richtung „Wolfersbacher Wand“. Nach kurzer Stecke ging unser Wanderweg über eine Treppe rechts vom Fahrweg ab. Auf schmalen Pfaden, abwechselnd mit Forstweg ging es immer weiter bergauf bis zur Grasserthütte. Dort wurde die ersehnte Vesperpause eingelegt. Nach der Pause kam dann der angesagte Regen und nach kurzer Strecke gelangten wir auf die Kammhöhe Grassertmoor. Der Regen wurde heftiger und die Wanderer schneller. Von hier oben gingen wir auf schmalen Pfad, Forstwege querend, in Serpentinen abwärts. Danach ging es längere Zeit auf einem Forstweg in Richtung Geroldsecker Hammerschmiede. Unten im Litschental angekommen folgten wir der Wegweisung gelbe Raute Naturlehrpfad Litschental, wo einige Bereiche über Bohlenwege ging, leider ohne die beschriebenen Tafeln zu bestaunen. Es regnete und regnete. Zügig ging es an Omersbach zum Schägenest, so daß wir bald in Richtung Campingplatz im Schwarzwälder Hof unseren Wanderabschluss  erreichten.

Text: Frauke Zahn
Bilder: Michael Geiger